Diese Seite dokumentiert die Referenzprojekte für die eIP/eKP-Ausschreibung der Justiz, Kriterium K5.6.5 – Ergonomie & Barrierefreiheit (Gewichtung 12,50%). Es können bis zu 3 Referenzen eingereicht werden.
Zusammenfassung: Kriterienererfüllung im Überblick
Kriterium | rvEvolution – Shared Service Barrierefreiheit | DRV Designsystem |
Öffentlicher Auftraggeber (§ 98 GWB) | ✅ DRV Bund | ✅ DRV Bund |
Projektvolumen ≥ 5 Mio. € | ✅ bestätigt | ✅ bestätigt |
Leistungszeitraum angegeben | ✅ 2 Jahre | ✅ 4 Jahre |
Mindest 2 Jahre Bestand | ✅ | ✅ |
Rolle = Beratung (UX/UI, QS, Review) | ✅ UX Lead, Barrierefreiheitsberatung, QS, Prozessaufbau | ✅ UX Lead, Komponentendesign, Strategieberatung |
Methoden angewandt | ✅ Screenreader-Tests, JIRA, Design Reviews, Workshops, Hackathon | ✅ Usability-Tests, Prototyping, User Research, Designsystem, Schulungen |
PM 1 – BITV 2.0 / WCAG 2.1 AA | ✅ Systematische Prüfungen, Tastatur- & Navigationskonzepte | ✅ Jede Komponente nach WCAG/BITV konzipiert |
PM 2 – Dokumentation / Schulungsunterlagen | ✅ Schulungen, FAQ, Checklisten, Prüfberichte, Bedienhilfen | ✅ Guidelines, Entscheidungsbäume, Schulungen für ~1.000 Mitarbeitende |
PM 3 – DIN EN 301 549 | ✅ Alle Prüfungen explizit auf Basis EN 301 549 | ✅ Komponenten als Grundlage für EN-301-549-Prüfungen im Programm |
PM 4 – DIN EN ISO 9241 | 🟡 Nicht formal verantwortet – Austauschformate & Prozesse etabliert | 🟡 Nicht formal verantwortet – Usability-Tests & Austauschformate etabliert |
Referenz 1: DRV rvEvolution – Shared Service Barrierefreiheit
Auftraggeber: Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
Leistungszeitraum: [Startdatum ergänzen] – [Enddatum ergänzen] (2 Jahre)
Projektvolumen: ≥ 5 Mio. € (bestätigt)
Projektgegenstand
TLDR: Aufbau und Betrieb des zentralen Shared Service Barrierefreiheit im größten IT-Modernisierungsprogramm der deutschen Sozialverwaltung — 600 Mitarbeitende, agile Release-Trains, produktübergreifende Barrierefreiheitsverantwortung.
Das rvEvolution-Programm der Deutschen Rentenversicherung Bund ist eines der größten laufenden IT-Modernisierungsprogramme der deutschen Sozialverwaltung. Im Rahmen dieses Programms wurden rund 600 Mitarbeitende aus verschiedenen Organisationen (DRV, IBM, weitere Partner) in agilen Release-Trains zusammengeführt, um bestehende Kernsysteme der Rentenversicherung grundlegend zu digitalisieren und neu zu entwickeln.
Der Bewerber verantwortete den Aufbau und den Betrieb des Shared Service Barrierefreiheit — einer zentralen, produktübergreifenden Einheit, die alle Entwicklungsteams im Programm bei der Umsetzung barrierefreier Softwareoberflächen berät, begleitet und prüft. Die Leistungen umfassten sowohl die operative Prüftätigkeit als auch die strategische Verankerung von Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal im gesamten Entwicklungsprozess.
Rolle des Bewerbers
UX/UI-Design und Barrierefreiheitsbewertung
TLDR: Regelmäßige Design Reviews vor Entwicklungsübergabe — Barrierefreiheitsanforderungen wurden direkt in Designsystem-Komponenten überführt.
Designkonzepte und UI-Komponenten wurden in regelmäßigen Design Reviews (montags und mittwochs) auf Barrierefreiheit geprüft, bevor sie in die Entwicklung übergeben wurden. Dabei wurden konkrete Anforderungen an das Designsystem gestellt, sodass neue Komponenten von Beginn an barrierefrei konzipiert wurden.
Konzeption und Design auf Basis von Barrierefreiheitsanforderungen
TLDR: Entwicklung eines programmweiten Tastaturkonzepts und barrierefreier Navigationskonzepte (ARIA, Landmarks, Skip-Links) — als verbindliche Designvorgaben in die Definition of Done verankert.
Über die Prüftätigkeit hinaus verantwortete der Bewerber die Erarbeitung konkreter Konzepte und Designlösungen für komplexe Barrierefreiheitsprobleme. So wurde beispielsweise ein programmweites Tastaturkonzept entwickelt, das ein konsistentes und vollständig tastaturbasiertes Navigationsmodell für alle rvEvolution-Oberflächen definiert — einschließlich Fokusreihenfolgen, Tastaturkürzel, Fokusindikatoren und Umgang mit modalen Dialogen. Darüber hinaus wurden barrierefreie Navigationskonzepte erarbeitet, die sicherstellen, dass komplexe Anwendungsstrukturen auch mit Screenreadern und assistiven Technologien vollständig bedienbar sind. Dazu zählten die Definition von Landmark-Strukturen, Skip-Links, ARIA-Rollenverteilung und konsistenter Überschriftenhierarchie. Diese Konzepte wurden als verbindliche Designanforderungen in das Designsystem überführt und flossen in die Definition of Done der Entwicklungsteams ein.
Qualitätssicherung und Review
TLDR: Entwicklungsbegleitende Prüfungen mit strukturierten Findingslisten, Nachbesprechungen mit Teams, formale Prüfberichte vor Release-Milestones für Personalvertretung.
Parallel zur Entwicklung wurden entwicklungsbegleitende Barrierefreiheitsprüfungen durchgeführt. Findings wurden als strukturierte Findingslisten dokumentiert, zunächst intern vom Designsystem-Team gesichtet und kommentiert, dann an die Entwicklungsteams übergeben und in Nachbesprechungen gemeinsam aufgearbeitet. Vor Release-Milestones erfolgten umfassende Gesamtprüfungen, deren Ergebnisse als formale Prüfberichte für die Personalvertretung aufbereitet wurden.
Aufbau von Prozessen und Governance
TLDR: JIRA-basierter Prüfprozess, Barrierefreiheits-Dashboard für Gremien, DoD und DoR um Barrierefreiheitskriterien erweitert — Barrierefreiheit als verbindliches Qualitätsmerkmal im gesamten Programm verankert.
Der Bewerber etablierte wiederholbare Prozessabläufe für die Beauftragung, Durchführung und Dokumentation von Barrierefreiheitsprüfungen über ein JIRA-basiertes Ticketsystem. Findings wurden in ein transparentes Dashboard überführt, das der Personalvertretung und Schwerbehindertenvertretung als Entscheidungsgrundlage diente. Die Definition of Done und Definition of Ready für alle Entwicklungsteams im Programm wurden um verbindliche Barrierefreiheitskriterien erweitert.
Sensibilisierung und Schulung
TLDR: Verpflichtende Onboarding-Workshops für neue Teams, Screenreader-Schulungen, dauerhafter Wissenspool mit FAQ, Checklisten und Schulungsvideos.
Für alle neu ins Programm eintretenden Teams wurde ein verpflichtender Sensibilisierungs-Workshop entwickelt und durchgeführt, der Grundlagen zu Einschränkungen, gesetzlichen Anforderungen und praktischer Prüfung vermittelte. Darüber hinaus wurden Schulungen zum selbstständigen Testen mit Screenreadern entwickelt und ein dauerhaft gepflegter Wissenspool (Schulungsmaterial, FAQ, Checklisten, Schulungsvideos für asynchrones Lernen) aufgebaut.
Organisation von Hackathon-Formaten
TLDR: Programmweiter Barrierefreiheits-Hackathon mit ~30 Teilnehmenden und direkter Einbindung Betroffener — führte zu messbarem Anstieg proaktiver Barrierefreiheitsanfragen aus den Teams.
Der Bewerber konzipierte und organisierte einen programmweiten Barrierefreiheits-Hackathon mit ca. 30 Teilnehmenden aus verschiedenen Entwicklungsteams und Fachbereichen. Das Format ermöglichte die direkte Zusammenarbeit mit betroffenen Nutzenden mit Einschränkungen, die als Experten aus eigener Erfahrung eingebunden wurden. Konkrete Barrierefreiheitsprobleme wurden in interdisziplinären Arbeitsgruppen analysiert und Lösungsentwürfe entwickelt, die anschließend in die Designsystem- und Produktentwicklung einflossen. Das Format führte zu deutlich gesteigerter Aufmerksamkeit für das Thema im Programm und zu einem spürbaren Anstieg proaktiver Barrierefreiheitsanfragen aus den Teams.
Sprechstunden und offene Austauschformate
TLDR: Offene Sprechstunden, Mattermost-Beratungskanal, Brown-Bag-Sessions und regelmäßige Teilnahme an der Frontend CoP — niedrigschwellige Barrierefreiheitskompetenz für alle Teams im Programm.
Ergänzend zur direkten Beratung auf Anfrage wurden offene Sprechstundenformate eingerichtet, über die Entwicklungsteams und Product Owner niedrigschwellig Fragen zu Barrierefreiheitsanforderungen stellen und Rückmeldung zu Konzepten und Designs einholen konnten. Ein dedizierter Mattermost-Kanal wurde aufgebaut und aktiv betreut, um asynchrone Beratung sicherzustellen. Zusätzlich wurden Brown-Bag-Sessions zu spezifischen Barrierefreiheitsthemen durchgeführt sowie regelmäßige Teilnahme an der Frontend Community of Practice gewährleistet, um Barrierefreiheitskompetenz strukturell in die Entwickler-Community einzubetten.
Vernetzung und Austausch zu Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit
TLDR: Keine formale Verantwortung für ISO 9241 — aber institutionalisierte Austauschformate mit Shared Service UX und BGGK, über die Ergonomie- und Gebrauchstauglichkeitsanforderungen systematisch erhoben und in die Entwicklung eingespeist wurden.
Obwohl die formale Prüfung auf Gebrauchstauglichkeit beim Subsystem BGGK der DRV lag, wurden Prozesse und regelmäßige Austauschformate etabliert, um Ergonomie- und Gebrauchstauglichkeitsanforderungen frühzeitig in die Konzeptionsphase einzubringen. Dazu zählten gemeinsame Design Reviews mit dem Shared Service UX, regelmäßige Abstimmungen mit der BGGK sowie die Teilnahme an Community-of-Practice-Terminen der Frontendentwickler. Diese Formate ermöglichten es, Anforderungen aus dem Bereich der Gebrauchstauglichkeit systematisch zu erheben und in das Designsystem sowie die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen.
Angewandte Methoden und Werkzeuge
Barrierefreiheitstests mit assistiven Technologien (Screenreader, Tastaturnavigation), strukturierte Findingslisten und Prüfberichte nach EN 301 549, Konzeption von Tastaturkonzepten und barrierefreien Navigationskonzepten (ARIA, Landmarks, Skip-Links), JIRA-basiertes Anforderungs- und Ticketmanagement, Design Reviews, Sensibilisierungs-Workshops, Hackathon-Format mit Betroffenenbeteiligung, offene Sprechstunden und Brown-Bag-Sessions, Mattermost-Beratungskanal, Checklisten nach BITV 2.0 / WCAG 2.1 AA, Mentoring und 1:1-Betreuung neuer Teammitglieder.
Erfüllung der Projektmerkmale
PM 1 – BITV 2.0 / WCAG 2.1 AA ✅
TLDR: Systematische Prüfung nach BITV 2.0 / WCAG 2.1 AA, Tastatur- und Navigationskonzepte direkt aus WCAG-Erfolgskriterien abgeleitet, Anforderungen in Tickets dokumentiert und verifiziert.
Die Prüfungen erfolgten systematisch auf Basis der BITV 2.0 und WCAG 2.1 AA. Sowohl funktionale als auch nicht-funktionale Anforderungen wurden erhoben, in Tickets dokumentiert und deren Umsetzung durch entwicklungsbegleitende und abschließende Prüfungen verifiziert. Tastatur- und Navigationskonzepte wurden direkt aus WCAG-Erfolgskriterien (u.a. 2.1.1, 2.4.3, 2.4.7) abgeleitet und als verbindliche Designvorgaben umgesetzt.
PM 2 – Dokumentation, Bedienhilfen, Schulungsunterlagen ✅
TLDR: Schulungsunterlagen, FAQ, Checklisten, Schulungsvideos, Tastatur- und Navigationskonzepte als Bedienhilfen, formale Prüfberichte für Gremien.
Es wurden umfangreiche Schulungsunterlagen für Screenreader-Tests erstellt, ein dauerhaft gepflegter FAQ-Bereich aufgebaut, Checklisten entwickelt und Schulungsvideos für asynchrones Lernen produziert. Tastatur- und Navigationskonzepte wurden als Bedienhilfen dokumentiert und programmweit bereitgestellt. Prüfberichte wurden als formale Dokumentation für Gremien aufbereitet.
PM 3 – DIN EN 301 549 ✅
TLDR: Alle Prüfungen explizit auf Basis EN 301 549 — Beauftragung, Durchführung und Dokumentation formal an diesen Standard geknüpft.
Die Barrierefreiheitsprüfungen durch den Shared Service und das BGGK-Subsystem erfolgten explizit auf Basis der EN 301 549. Die Beauftragung, Durchführung und Dokumentation aller Prüfungen war formal an diesen Standard geknüpft.
PM 4 – DIN EN ISO 9241 🟡
TLDR: Nicht formal verantwortet — aber Design Reviews, BGGK-Abstimmungen, CoP-Formate, Hackathon und Sprechstunden schufen einen institutionalisierten Rahmen zur Erhebung von Ergonomie- und Gebrauchstauglichkeitsanforderungen.
Die Norm wurde nicht formal verantwortet. Jedoch wurden Prozesse und Formate etabliert, um Ergonomie- und Gebrauchstauglichkeitsanforderungen strukturiert zu erheben: regelmäßige Design Reviews mit dem Shared Service UX, Abstimmungstermine mit der BGGK, Community-of-Practice-Formate sowie der Barrierefreiheits-Hackathon, der Betroffene direkt in die Lösungsentwicklung einband. Offene Sprechstunden und Brown-Bag-Sessions schufen zusätzlich einen institutionalisierten Rahmen, über den Anforderungen zu Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit aus den Teams heraus erhoben und in die Entwicklung rückgespiegelt wurden.
Referenz 2: DRV Designsystem – Digitalisierungsbeschleuniger der Deutschen Rentenversicherung
Auftraggeber: Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
Leistungszeitraum: [Startdatum ergänzen] – [Enddatum ergänzen] (4 Jahre)
Projektvolumen: ≥ 5 Mio. € (bestätigt)
Projektgegenstand
TLDR: Entwicklung und Pflege des zentralen DRV Designsystems als UX Lead über 4 Jahre — heute in 8 Großprojekten eingesetzt, ~1.000 Mitarbeitende, Barrierefreiheit als strukturelles Qualitätsmerkmal jeder Komponente.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund steht als größter Rentenversicherungsträger Deutschlands vor der Herausforderung, eine fragmentierte IT-Landschaft aus 16 eigenständigen Trägern mit je eigenen Entwicklungsteams, Strukturen und Aufgabenbereichen in ein kohärentes, modernes digitales Ökosystem zu überführen. Steigende Erwartungen der Endnutzenden, gesetzliche Anforderungen an Barrierefreiheit sowie wachsender Digitalisierungsdruck erforderten eine strukturierte Lösung.
Der Bewerber entwickelte und pflegte als UX Lead über vier Jahre das zentrale DRV Designsystem — ein produktübergreifendes System aus Gestaltungsprinzipien, Interface-Komponenten, Code-Bibliotheken und Anwendungsrichtlinien, das als verbindliche Grundlage für alle Digitalprodukte der DRV dient. Heute wird das Designsystem in 8 Großprojekten eingesetzt und von ca. 1.000 DRV-Mitarbeitenden genutzt. Aus dem Designsystem entstanden Kundenportale, Apps für Versicherte, Umfrage- und Feedback-Systeme sowie interne Sachbearbeiterprodukte.
Rolle des Bewerbers
UX/UI-Design und Erstellung designsystembasierter Oberflächen
TLDR: Nutzerzentrierter Komponentenentwicklungsprozess von Anforderungsanalyse über Prototyping und Nutzertest bis zu finalem Design und Code-Review — strukturiert, iterativ, dokumentiert.
Der Bewerber verantwortete die nutzerzentrierte Konzeption und Weiterentwicklung aller Designsystem-Komponenten. Der Prozess folgte einem strukturierten Vorgehen: Ist-Stand-Analyse und Anforderungserhebung, Erstellung von User Journeys und Click-Dummies, Verproben von Verständlichkeit und Bedienbarkeit in Nutzertests, Entwicklung finaler Designs mit responsiven Ausprägungen sowie Übergabe und Code-Review mit Entwicklungsteams.
Barrierefreiheitsanforderungen in der Komponentenentwicklung
TLDR: WCAG 2.1 / BITV 2.0 als strukturelles Merkmal jeder Komponente — keine nachgelagerte Prüfung, sondern von Beginn an eingebaut. Abstimmung mit Shared Service Barrierefreiheit und BGGK sichergestellt.
Jede Komponente des Designsystems wurde von Beginn an nach den Barrierefreiheitsrichtlinien der WCAG 2.1 und BITV 2.0 konzipiert. Barrierefreiheit war kein nachgelagerter Prüfschritt, sondern strukturelles Qualitätsmerkmal jeder Komponente. Die enge Zusammenarbeit mit dem Shared Service Barrierefreiheit und dem BGGK-Subsystem stellte sicher, dass Komponenten „aus der Tüte" barrierefrei einsetzbar waren und EN-301-549-Prüfungen bestanden.
Dokumentation und Wissenstransfer
TLDR: Vollständige Komponentendokumentation, Guidelines, Entscheidungsbäume, Do's & Don'ts, Informationsarchitektur, Schulungen in Barrierefreiheit und nutzerzentriertem Design für ~1.000 Mitarbeitende.
Der Bewerber erstellte umfangreiche Guidelines, Entscheidungsbäume, Do's & Don'ts sowie eine strukturierte Informationsarchitektur des Designsystems. Schulungen in Barrierefreiheit und nutzerzentriertem Design wurden für interne Teams durchgeführt. Design-Thinking-Workshops und Wissensvermittlungsformate sorgten für den Transfer von Designkompetenz in die breiteren Entwicklungsteams der DRV.
Qualitative und quantitative User Research
TLDR: Systematische Remote-Interviews, strukturierte Befragungen und quantitative Erhebungen als Grundlage für Designsystem-Anforderungen — Erkenntnisse direkt in Komponentendokumentation verankert.
Es wurden systematische Nutzendenbefragungen (Remote-Interviews, strukturierte Interviews) sowie quantitative Erhebungen durchgeführt, um Anforderungen an das Designsystem und die damit realisierten Produkte zu fundieren. Erkenntnisse wurden in der Designsystem-Dokumentation verankert.
Strategische Beratung und Governance
TLDR: Transformations- und Organisationsberatung, Governance-Modelle für Designer, Entwickler und POs (PAL-Modell), Begleitung der Designsystem-Einführung als organisatorischer Change-Prozess.
Der Bewerber übernahm Transformations- und Organisationsberatung, entwickelte Governance-Modelle für die Zusammenarbeit zwischen Designern, Entwicklern und Product Ownern (PAL-Modell) und begleitete die Einführung des Designsystems als organisatorischen Change-Prozess.
Vernetzung und Austausch zu Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit
TLDR: Keine formale Verantwortung für ISO 9241 — aber Usability-Tests, Nutzertests zur Bedienbarkeit und regelmäßige Abstimmungsformate mit BGGK und Shared Service Barrierefreiheit schufen strukturelle Grundlage für ergonomische Anforderungserhebung.
Die formale Verantwortung für Gebrauchstauglichkeitsprüfungen lag beim BGGK-Subsystem der DRV. Der Bewerber etablierte jedoch regelmäßige Austauschtermine und Reviewformate mit dem Shared Service Barrierefreiheit und dem BGGK, um Anforderungen aus dem Bereich Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit frühzeitig in die Komponentenentwicklung einzubringen. Usability-Tests und Nutzertests zur Verständlichkeit und Bedienbarkeit flossen direkt in die Designsystem-Iterationen ein und schufen so eine strukturelle Grundlage für die Erfüllung ergonomischer Anforderungen.
Angewandte Methoden und Werkzeuge
Nutzerzentrierter Designprozess (Analyse, Prototyping, Test, Iteration), qualitative und quantitative User Research (Remote-Interviews, Easy Feedback, anonymisierte Surveys), Usability-Tests, Click-Dummies und Mock-ups, Designsystem-Entwicklung mit Figma, Styleguides, Wireframing, Informationsarchitektur, Entscheidungsbäume, Design Reviews, Barrierefreiheitstests (in Zusammenarbeit mit BGGK / Shared Service Barrierefreiheit), Design-Thinking-Workshops, Schulungen.
Erfüllung der Projektmerkmale
PM 1 – BITV 2.0 / WCAG 2.1 AA ✅
TLDR: Jede Komponente explizit nach WCAG 2.1 / BITV 2.0 konzipiert und dokumentiert — Barrierefreiheit als strukturelles Merkmal, nicht nachgelagerte Prüfung. Abstimmung mit Shared Service und BGGK sichergestellt.
Jede Komponente des Designsystems wurde explizit nach WCAG 2.1 und BITV 2.0 konzipiert und dokumentiert. Barrierefreiheitsanforderungen waren strukturelles Merkmal des Entwicklungsprozesses, nicht nachgelagerte Prüfung. Komponenten wurden mit dem Shared Service Barrierefreiheit und dem BGGK abgestimmt, um EN-301-549-Konformität sicherzustellen.
PM 2 – Dokumentation, Bedienhilfen, Schulungsunterlagen ✅
TLDR: Vollständige Komponentendokumentation, Guidelines, Entscheidungsbäume, Schulungen in Barrierefreiheit und nutzerzentriertem Design für ~1.000 Mitarbeitende bereitgestellt.
Das Designsystem umfasst vollständige Komponentendokumentation, Guidelines, Entscheidungsbäume, Do's & Don'ts und eine strukturierte Informationsarchitektur. Ergänzend wurden Schulungen in Barrierefreiheit und nutzerzentriertem Design entwickelt und für ca. 1.000 Nutzende des Designsystems bereitgestellt.
PM 3 – DIN EN 301 549 ✅
TLDR: Designsystem ist technische Grundlage für alle Produkte, die in rvEvolution nach EN 301 549 geprüft werden — Komponentenkonformität gemeinsam mit Shared Service und BGGK sichergestellt.
Das Designsystem bildet die technische Grundlage für alle Produkte, die im Rahmen von rvEvolution nach EN 301 549 geprüft werden. Die BGGK-Prüfungen, die explizit auf EN 301 549 basieren, konnten nur auf Basis barrierefreier Designsystem-Komponenten bestanden werden. Die Konformität der Komponenten wurde gemeinsam mit dem Shared Service Barrierefreiheit und dem BGGK sichergestellt.
PM 4 – DIN EN ISO 9241 🟡
TLDR: Nicht formal verantwortet — aber Usability-Tests, Nutzertests zur Bedienbarkeit und institutionalisierte Austauschformate mit BGGK und Shared Service schufen Rahmen zur Erhebung ergonomischer Anforderungen.
Die Norm wurde nicht formal verantwortet. Es wurden jedoch Usability-Tests und Nutzertests zur Verständlichkeit und Bedienbarkeit durchgeführt, die direkt den Anforderungen der ISO 9241-11 (Gebrauchstauglichkeit) entsprechen. Darüber hinaus wurden Austauschformate mit dem BGGK und dem Shared Service Barrierefreiheit etabliert, über die Ergonomie- und Gebrauchstauglichkeitsanforderungen systematisch erhoben und in die Komponentenentwicklung eingeflossen sind.